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Navigation in einem Universitätsspital

Ein grösserer Universitätsspital will es Besuchern vereinfachen, die richtige Klinig zu finden. Dazu möchte er eine Indoor-Navigations-App entwickeln lassen.

Ausgangslage

Ein grösserer Universitätsspital im deutschsprachigen Raum verfügt über einen ganzen Gebäudekomplex und dutzenden von Kliniken. Für Patienten und Besucher ist es sehr schwer, den Weg zu ihrer Klinik zu finden. So gibt es insgesamt 120 freiwillige Personen, welche Patienten und Besucher begleiten. Deshalb wird ein User Experience Team beauftragt, eine Indoor-Navigations-App zu konzipieren.

Die Workshops

Das Projektteam setzt sich aus verschiedenen Personen vom Universtitätsspital und zwei UX Designern zusammen. Einer der UX Designer übernimmt die Moderation des Designprozesses. 

Scoping Workshop

In einem ersten Workshop mit dem Auftraggeber wird ein Problem Statement formuliert und Proto-Personas. Zudem wird eine Annahmen-Map erstellt. Dabei werden zwei kritische Annahmen identifiziert:

  • Eine Verbesserung der bestehenden Signaletik würde nicht zum gewünschten Effekt führen
  • Für Personen, die über eine Sehbehinderung verfügen, wäre eine App wesentlich besser

Das Team führt darauf ein Contextual Inquiry durch und beobachtet acht Besucher bei dem Weg zu der gesuchten Klinik. Während der Beobachtung macht das Team Fotos und stellt Verständnisfragen. Zudem führt es Interviews mit zwei Personen, die über eine Sehbehinderung verfügen.

User Journey Workshop

Das Projektteam wertet die Beobachtungen mit Hilfe eines User Journeys aus. Dabei erstellt sie eine Art Fotostory, welche den Weg durch das Gebäude beispielhaft beschreibt. Das Projektteam beginnt Insight Statements zu sammeln. Es kommen insgesamt etwa 50 Insight Statements zusammen.

Synthese und Ideation Workshop

In einem ganztägigen Workshop mit dem Auftraggeber und zusätzlichen Stakeholder - insgesamt 20 Personen - präsentiert das Team die User Stories und Insight Statements. In kleinen Gruppen werden nun Opportunity Areas identiziert.

Am Nachmittag sollen Lösungsideen zu den Opportunity Areas entwickelt werden. Es werden fünf Gruppen mit je vier Personen gebildet, die sich jeweils einer Opportunity Area annehmen. In Design Studios werden Ideen entwickelt und anschliessend werden diese gegenseitig vorgestellt. In kurzen Plädoyers werden die unterschiedlichen Ideen kommentiert und anschliessend mit Punkten bewertet.

Konzept Workshop

Das Projektteam trifft sich erneut um die vielen Ideen in ein Konzept zu überführen. Es zeichnen sich drei unterschiedliche Lösungen ab. Die eine Lösung wäre eine Art Liniensystem - vergleichbar mit Tramlinien. Die zweite Lösung bleibt die vermutete Indoor App. Das Team definiert zusammen die Eckpunkte der Konzeptideen. Das Team überlegt was die zentralen Annahmen ihrer Lösung sind und wie diese Konzeptideen überprüft werden könnten.

Das Team stellt die Annahmen und Prototyp Ideen dem Auftraggeber vor. Dieser entscheidet sich dafür beide Ideen mit einem einfachen Prototypen weiter zu verfolgen.

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