Priorisierungsmatrix

Nun hast Du also viele Ideen gesammelt. Welche davon sollen nun berücksichtigt werden? Bei der Antwort möchtest Du Deine Business Ziele, den Kundennutzen und die Machbarkeit berücksichtigen. Dabei hilft Dir die Priorisierungsmatrix.

Eine Priorisierungsmatrix erlaubt die  Gewichtung von Lösungsideen unter Einbezug der User Experience, der Businessziele und der Realisierungskosten.
Die Priorisierungsmatrix ist eine stark vereinfachte Version des House of Quality der QFD-Methode aus dem Lean Management. Sie wird in sechs Schritten erstellt.

Ablauf

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In einem ersten Schritt wird das Gerüst für die Priorisierungsmatrix erstellt. Dazu müssen die unterschiedlichen Ziele und die zur Auswahl stehenden Ideen festgelegt werden.

Die Features werden oben angeordnet, die Ziele, die mit diesen Features erreicht werden sollen, werden links angeordnet. Für die Gewichtung gibt es jeweils eigene Spalten.

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Nun werden die einzelnen Ideen und die Businessziele gewichtet. Dazu verwendet man eine drei- oder fünfstufige Skala. Die Gewichtung kann mit Punkten vergeben werden.

Die Gewichtung der Ideen wird aus der Perspektive der Nutzer durchgeführt: Wie würden die Ideen den Nutzern helfen?

Die Gewichtung der Ziele wird aus Business-Sicht durchgeführt: Wie wichtig sind die Ziele für das Unternehmen?

Zudem wird der Umsetzungsaufwand der Ideen ganz grob relativ zueinander geschätzt.

Idealerweise kommen sowohl bei den Gewichtungen der Ideen, der Ziele als auch beim Aufwand jeweils maximale wie auch minimale Punktzahlen vor, so dass tatsächlich eine relative Gewichtung erfolgt.

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Als nächstes wird bewertet, wie stark der Einfluss einer Idee auf die Businessziele ist. Wenn ein grosser Zusammenhang besteht, werden drei Punkte vergeben, wenn gar kein Zusammenhang besteht, werden null Punkte vergeben.

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Nun wird für jedes Feld mit grauen Punkten das Produkt aus den jeweiligen Gewichtungen berechnet.

Das Produkt wird dann in die Felder mit den grauen Punkten hineingeschrieben.

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Nun wird jeweils pro Idee die Summe berechnet.

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Diese Summe wird durch die Gewichtung des Umsetzungsaufwandes geteilt. Damit ergibt sich eine Gesamtpunktzahl pro Idee.

Im vorliegenden Beispiel hat also die erste Idee mit Abstand am meisten Punkte.