Scoping/

Proto-Personas

Eine Proto-Persona beschreibt einen hypothetischen »archetypischen« User. Sie steht exemplarisch für eine konkrete Person, die eine Benutzergruppe mit ähnlichen Anforderungen an den Funktionsumfang und das Interaktionsdesign eines Produkts repräsentiert.

Eigenschaften einer solchen Proto-Persona stellen zunächst Annahmen dar, die im weiteren Projektverlauf durch Nutzerforschung validiert werden sollten.

Proto-Personas werden zu Beginn des Projektes erstellt. Für die Erstellung der Map werden Auftraggeber, das Projektteam und allfällige weitere wichtige Stakeholder eingeladen.

Die Proto-Personas und ihre Beschreibungen werden im Verlauf der Phase "Verstehen" validiert. Gleichzeitig helfen sie dem Team, eine geeignete Stichprobe für die Erhebungen zu finden. In der Synthese treten dann validierte Personas an die Stelle der Proto-Personas.

Abbildung: Beispiel von zwei Proto-Personas als Flipcharts

Erläuterungen

  • Eine Proto-Persona kann eine bestimmte Rolle (Projektleiter, Teamleader) beschreiben oder aber Subgruppen innerhalb einer Rolle (Mitarbeiter: Interne Mitarbeiterin, Externe Mitarbeiterin)
  • Es sollen diejenigen persönlichen Attribute beschrieben werden, welche einen Einfluss auf das Design haben: Bildungsstand, Sprachkenntnisse, Domänenwissen und Toolkenntnisse.
  • Die Darstellung der Aufgaben beziehen sich auf den vermuteten Wirkungsbereich des neuen Systems. System unabhängige Aufgaben werden eher nicht aufgelistet.
  • Probleme und Herausforderungen beziehen sich auf die aktuelle Situation.
  • Die Bedürfnisse und Ziele (User Needs) beziehen sich auf die Art und Weise wie die Aufgaben erreicht werden.

Vorgehen